Nach einer Impfung kann es immer zu einer so genannten Impfreaktion kommen. Das Immunsystem reagiert auf die Impferreger und beginnt anzulaufen. Dadurch kann dann auch ein leichtes Fieber ausgelöst werden...und so war es diesmal auch bei uns. Nachdem Fritze bei der ersten Impfung noch lediglich mit ein paar Stimmungsschwankungen (etwas heftiger als normal) reagierte, bekam er diesmal gleich am Dienstag prompt erhöhte Temperatur.
Es war auch offensichtlich, dass es ihm nicht gut ging, er war sehr, sehr weinerlich, schrie viel und laut und aß und schlief schlecht. Lediglich ein paar Schlucke Wasser dann und wann, konnten wir ihm einflößen. Es war mal wieder für alle Beteiligten sehr anstrengend und kostete einige Nerven. Aber der arme Kleine konnte ja nichts dafür...er tat uns auch sehr leid.
Von 37,8°C bis 38,3°C am Abend stieg die Temperatur dann auf 38,6°C am Morgen...ein Grund für uns, nochmal zum Kinderarzt zu marschieren. Es war klar, dass der auch nicht viel mehr sagen würde als, dass der Kleine viel trinken soll, aber er würde uns wenigstens Fieberzäpfchen verschreiben können. Und so war es dann auch...wir verbrachten eine gute Dreiviertelstunde im Wartezimmer, Friedrich schloß mal wieder Damenbekanntschaft (es war nicht genau auszumachen, ob er mehr mit dem kleinen Mädchen, oder mit seiner Mutter flirtete) und nachdem wir dann nochmal fast eine halbe Stunde im Behandlungszimmer auf den Doc gewartet hatten, riet er uns dem Kleinen viel zu trinken anzubieten und verschrieb Fieberzäpchen =) Friedrich hielt sich die ganze Zeit über sehr wacker und litt mehr oder weniger still vor sich hin. Der Arzt bemerkte auch, dass er ihn noch nie so ruhig und teilnahmslos erlebt hatte.
Nachdem wir ihm dann zuhause das dritte Zäpfchen gegeben hatten und dies auch drin blieb (die ersten beiden haben anscheinend irgendwas da drin ausgelöst und kamen postwendend retour), ging es ihm bald besser und das Fieber sank zusehends.
Als am Abend der Opa und Onkel Hendrik zu Besuch kamen, war Friedrich wieder auf dem Damm und zeigte sich wie immer von seiner besten Seite. Heute ist die ganze Sache schon fast wieder vergessen.
-tk-
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